Montag, Januar 05, 2009

How Naked Are You Prepared To Be?

Nic Askew is a film maker, in this short film Dominic Miller, a musician, a guitar player, world famous, is talking about taking the responsibility to take action for your life, to build something new, something good. Enjoy!


'the balls to stand naked' from Nic Askew on Vimeo.

Something good
Christian

Freitag, Januar 02, 2009

Drei Bücher zwischen den Jahren, Teil 3

Das dritte Schmökerlein verfasste der Philosoph und Hochschulprofessor Wilhelm Schmid: Glück. Alles, was Sie darüber wissen müssen, und warum es nicht das Wichtigste im Leben ist.

Im Insel Verlag erschienen, beschreibt der Autor zunächst verschiedene Arten des Glücks.

  • Das Zufallsglück ist jenes, das unvermutet zufällt und günstig ausfällt.
  • Das Wohlfühlglück betrifft das Erleben all jenes, was als positiv gilt.
  • Das Glück der Fülle umfasst die positive wie die negative Seite des Lebens und bezieht sich gerade aus dieser Dichotomie oder Ambivalenz.
  • Das Glück des Unglücklichseins schließlich ist die Melancholie, ein unspezifisches Traurigsein, angeleitet von einem höchst reflektierten Bewußtsein, das die Vielfalt und Unkontrollierbarkeit des Lebens wertschätzt.

Dann fasst Schmid zusammen: „Das Wichtigste im Leben aber ist nicht wirklich Glück.“ Sondern Sinn. Zusammenhang auf allen möglichen Ebenen:
  • sinnlich im Körperlichen,
  • fühlend im Seelischen,
  • denkend im Geistigen,
  • Transzendenz erfahrend im Metaphysischen.
  • Diese vier Ebenen führt er dann im Folgenden weiter aus.
  • Die damit angesprochenen Zusammenhänge, die unserem Leben Sinn verleihen, können
  • intentional (ob etwas beabsichtigt ist),
  • logisch (welcher Regel etwas folgt),
  • argumentativ (wie etwas zu begründen ist),
  • kausal (warum etwas geschehen ist),
  • konditional (dies geschieht, wenn jenes gegeben ist),
  • utilitär (welcher Nutzen hat es für wen),
  • subjektiv (Sicht des Einzelnen darauf),
  • objektiv (allgemeine Sicht),
  • situativ (wie es im Rahmen eines Kontextes dazu gekommen ist),
  • historisch (wie es im Laufe der Zeit so geworden ist),
  • konzeptionell (wie etwas gedacht ist),
  • kontingent (wie es zufällig kommt),
  • terminologisch (wie aus Erfahrungen Begriffe werden und diese auf Erfahrungen zurückwirken),
  • polar (wie Dinge sich wechselseitig bedingen, bspw. Leben und Tod),
  • paradox (die Absurdität der Gewissheit des Glaubens und Wissens),
  • responsiv (die Verantwortung für das Tun tragen),
  • tragisch (verhängnisvolles, unumkehrbares Geschehen),
  • enigmatisch („unerklärliches, unauflösbares Geschehen, mit dessen Rätselhaftigkeit menschliches Sein sich zu bescheiden hat“), am besten
  • teleologisch (Ausrichtung auf einen Sinn oder Zweck)
sein.

Damit lesen wir, was Schmid für Sinn anführt und uns als inbetweener Kern des Handelns ist. Zusammenhänge herstellen, Sinn erzeugen, Verbindungen schaffen, Perspektiven eröffnen.

Mit einem Wehrmutstropfen (schönes Wort finde ich) und einem Zitat beschließe ich diese Mini-Rezension. Schmid spricht so oft von Zufällen, gerade bei den Definitionen des Glücks, aber auch in Sinnzusammenhängen – für mich gibt es keine Zufälle. Gar keine. Am Ende wird’s versöhnlich, da der Autor seinen Job als erfüllt ansieht, wenn niemand mehr sich mit der Frage nach dem Glück beschäftigt, nicht als Utopie des Paradieses, sondern als Zustandsbeschreibung für die Zeit neuer Herausforderungen.

Schön das,
Christian

Drei Bücher zwischen den Jahren, Teil 2


Ein zweites Büchlein ist jenes von Peter Licht aus Köln. Bei Blumenbar erschienen, traumhaft broschürt, mit Text und Zeichnungen. In Zügen zum Schreien komisch, am Ende etwas über-negativ und dann doch mit einem positiven Ende. Hui!


Die ersten beiden Sätze: „Es ging mir gut. Ich war gesund, und ich hatte Geld.“ Der letzte Satz des ersten Abschnitts: „Ich lag wie ein gestrandeter Erdteil auf dem Weltmeer meines Minusgeldes.“ Herrlich.

Drei Bücher zwischen den Jahren, Teil 1

Liebe Lesende,
diese drei Bücher las ich zwischen den Jahren: Glück von Wilhelm Schmid, Die Geschichte meiner Einschätzung am Anfang des dritten Jahrtausends von PeterLicht und Die Welt verändern von David Bornstein.

Letztgenanntes beschreibt einige sogenannte Social Entrepreneurs (Sozialunternehmer mit neuen Ideen zur Lösung dringender und wichtiger gesellschaftlicher Probleme) und eine diese fördernde Organisation, ashoka. Viel Platz nehmen konkrete Problemlösungsstrategien, der Umgang mit ganz alltäglichen Schwierigkeiten, und ihre Lösung ein. Ashoka von Bill Drayton ist eine fantastische Organisation, die über weitverzweigte Netzwerke Social Entrepreneurs identifiziert, interviewt und dann gegebenenfalls als Fellows auszeichnet und ihnen persönlich Kontakte, Beratungen und auch Geld für drei Jahre zur Verfügung stellt.

Bornstein beschreibt vier Kriterien für innovative Organisationen:
· Zuhören: An mehreren Beispielen veranschaulicht Bornstein, dass es grundwichtig für Sozialunternehmer (für alle anderen eigentlich auch, sie tun es nur seltener) ist, auf zweiter, dritter oder gar vierter Ebene (nach Scharmer, Theory U) zuzuhören.
· Aufmerksamkeit für das Außergewöhnliche: Innovationen ergeben sich aus dem Zuhören und Beobachten von unerwarteten Informationen.
· Pragmatismus: Realistische Lösungen zu finden – naja, das passt ja zu jedem.
· Der Mensch im Zentrum: Dies betrifft vor allem das Eingehen von Beziehungen und Anwerben von Mitarbeitern. Hier betont Bornstein die weichen Eigenschaften und ihre notwendige Berücksichtigung durch Social Entrepreneurs.
Alles in allem sehr lesenswert – es macht Mut, von Menschen zu lesen, die für das Gute auf der Welt eintreten – und Erfolg haben damit.

Dienstag, Dezember 16, 2008

Rodrigo y Gabriela

Seltsamerweise, liebe Leser, poste ich nur noch Medienlinks. Scheint gerade leicht zu sein. Auch.
Virtuosen hier in Konzertlänge:

Was feines, Christian

Ergänzung vom 16.3.09: Fabchannel gibts leider nicht mehr :-(
Als Entschädigung und Lustmacher dies: http://www.youtube.com/watch?v=G8dPso79Z9I

Donnerstag, Dezember 04, 2008

Gay Marriage in den USA

Liebe Lesende,
Keith Olbermann ist ehemaliger Sportmoderator und hat heute seine eigene Fernsehshow, Countdown auf MSNBC. In dieser äußert er sich in einem Kommentar zur anstehenden Legalisierung von gleichgeschlechtlichen Heiraten, Lebenspartnerschaften, in Kalifornien; seht selbst:

Wow.
Christian

Story of Stuff

... jetzt auch auf Deutsch:
Story of Stuff - German from UTOPIA AG on Vimeo.
Chris

Mittwoch, Oktober 15, 2008

Mittwoch, August 27, 2008

Jede ist eine Siegerin - jeder ist ein Sieger

Heute, liebe Lesende,
einfach etwas Nettes, zum Spaß, weils schön ist, anderen eine Freude zu machen, die sie nicht erwarten:

The Strand Race - GuerilLA from David Kartsonis on Vimeo.
Etwas Feines
Christian

Donnerstag, August 07, 2008

Reichenow 2008

Liebe Lesende,
während einer Moderation im Künstlerhof Gut Reichenow bei Berlin stellte ich mir die Frage, was mein schönstes Erlebnis meiner zwei Tage dort war. Ich begann zu schreiben und es kam immer mehr. So viel war es, wußte nicht, wo ich beginnen sollte.
Toll war K. am Dienstag morgen beim Erzählen über Reichenow 2007 und ein Gespräch zwischen V.P. und R.H.; V. sagte zu R., der eigentlich keine Haare und wenn dann nur max. 1 cm lange Haare auf dem Kopf hat, ansonsten aber sehr autoritär auftritt: "Ich mag es, R., wenn Du Dein Haar so offen trägst."
Die Ankunft von Stanja und Tina am Montag abend und der Kreis danach mit dieser Wahnsinns-Energie zwischen den Händen der Menschen.
Das Singen, Summen am Strand in der Nacht, vor dem Sternschnuppensternenhimmel.
Die Nachtspaziergänge mit Tina und Ania.
Die perfekte Arbeit mit Kerstin am Montag vormittag, das Ergänzen und unterstützende Raum- und Energiehalten.
Die Frage von Hildegard, was für ein Früchtchen ich sei.
Die unfassbare Nervosität von K. am Sonntag und Montag.
Die Sonne, die mich am Dienstag morgen weckte im Toskana-Zimmer.
Meine Abendrunde mit der gesamten Gruppe am Montag abend in der Blauen Stunde und die tollen Antworten, Selbstreflektionen, und all das schon am zweiten Tag der auf zehn Tage angelegten Begegnung.
Die Duschen!
K. in jeder Minute, in jedem Moment, in jeder Situation.
Das war etwas sehr sehr Gutes
C